Mit dem Auto...
In Motueka haben wir uns informiert, da wir gerne fuer einen Tag an die Goldenbay wollten. Wir dachten zuerst, dass wir mit dem Bus rueber fahren und am gleichen Tag wieder zurueck. Mit dem Tandem wollten wir uns den Takakahill nicht antun, da wir in 10km 800 Hoehenmeter zu bezwingen gehabt haetten. Das mit dem Bus funktionierte leider nicht, da der letzte Bus zurueck schon um 13.00 Uhr gefahren ist. So haben wir uns kurz entschlossen ein Auto fuer einen Tag zu mieten. Dies war kein Problem, so dass wir am naechsten Morgen um 08.00 Uhr unseren Ford abholen konnten. Mit dem nahmen wir dann den Takakahill in angriff und waren schon nach kurzer Zeit froh, den Hill nicht mit dem Tandem gemacht zu haben. Die Steigungen waren sehr steil und das 10km lang...!
An der Goldenbay haben wir uns erst mal die Naturquellen angesehen. Schon beeindruckend, dass aus dem Boden einfach so soviel Wasser fliesst. Das Wasser darf jedoch nicht beruehrt werden, da es die Trinkversorgung der Umgebung ist.
Danach brausten wir an den noerdlichsten Punkt der Suedinsel. Von dort aus sind wir dann noch ca. 20min gelaufen und waren an einem wunderschoenen Strand, der schon wieder zur Westkueste gehoerte.
Auf dem Rueckweg hat dann endlich die Sonne geschienen und nun verstanden wir auch, warum es Goldenbay heisst. Der Strand leuchtet mit Sonnenlicht richtig goldig...!
Am Abend hatten wir fast ein schlechtes Gewissen, da wir so muede waren vom im Auto sitzen...;-)!
Abel Tasman
Motueka - Marahau
Nach einer kurzen Radstrecke entlang dem Meer und immer schoen auf und ab, sind wir in Marahau untergekommen. Wir hatten vor, fuer einen Tag in den Abel Tasman Nationalpark zu gehen und etwas vom Kuestentrail abzulaufen. Dazu haben wir uns mit dem Boot an die Bark Bay fahren lassen. Der Kuestentrail verlauft, wie der Name schon sagt, an der Kueste. Er fuehrt immer wieder durch dichten Dschungel, ueber Bruecken und danach wieder an eine Bucht. Fuer den ganzen Trail braucht man 2 - 4 Tage. Wir haben somit nur ca. die Haelfte gemacht. Die Buchten laden natuerlich zum Verweilen und Baden, nur leider haben einige von ihnen Sandfliegen...! Da wir eine lange Strecke vor uns hatten (6h Laufzeit), haben wir erst nach fast 2h einen laengeren Halt gemacht und unseren mitgebrachten Lunch gegessen. Danach war dann auch gerade Ebbe, so dass wir eine Abkuerzung ueber eine Bucht nehmen konnten. Das Laufen ueber die noch feuchte Ebene mit den unzaehligen Muscheln ist ein Erlebnis fuer sich. Eine uns entgegenkommende Frau hat nur gesagt:"es ist stinkig und matschig". Dem war auch so, der Matsch ist uns zwischen den Zehen..., lassen wir das.
Nach weiteren 2h machten wir nochmals eine Pause und genossen eine wunderschoen abgelegene Bucht, bis die Sandfliegen uns entdeckten. Am Ende waren unsere Beine mindestens so muede, wie nach einer langen Etappe, nur irgendwie an anderen Stellen. Uebrigens haben wir an der Bark Bay (ab der Zivilisation) unsere hollaendische Kollegen wieder getroffen. Sie haben eine Kanutour gemacht. Leider trafen wir sie am Abend nicht mehr, so dass wir keine Neuigkeiten von unserer Reise berichten konnten.
An der Tasmanbay entlang
Marahau - Nelson
Und schon mussten wir von den schoenen Straenden und dem schoenen Nationalpark abschied nehmen. Langsam geht unsere Zeit hier in Neuseeland zu ende und wir moechten noch ein paar Tage in den Malborough Sounds geniessen. Dazu haben wir als erstes all unsere Unterkuenfte und auch die Zugfahrt von Picton nach Christchurch gebucht.
Kaum waren wir heute Morgen in Marahau abgefahren und am Strand von Kaiteriteri entlanggeradelt, als einer lauthals uns zurief. Wir konnten es fast nicht glauben, aber da war das deutsche Ehepaar, dass uns an der Westkueste immer wieder begegnete. Irgendwie ist Neuseeland ja schon klein. Sie sind von der Westkueste einen Tag nach uns losgefahren und sind anscheinend in ein fuerchterliches Regenwetter gekommen. Da hatten wir glueck, dass wir so schnell an die Nordkueste durchgeradelt sind.
Wir sind auf unserer heutigen Route natuerlich wieder in Motueka vorbeigekommen und anschliessend an der Tasmanbay entlang. Sehr spannend war es nicht, da sehr starker Verkehr herrschte. Erst gegen den Schluss war es entspannend, da wir wieder einmal auf einem alten Railtrail fahren konnten. In Nelsen werden wir nur gerade eine Nacht bleiben, da uns der Sound zieht.
Marlborough Sounds
Nelson - Anakiwa
Nelson haben wir auf dem Highway 6 verlassen. Er ist einer der Hauptverbindungswege nach Picton zur Faehre und somit auf die Nordinsel. Hauptsaechlich wird hier viel Holz mit riesigen Tracks transportiert. Entsprechend ist auch der Verkehr!! Auf dieser Strecke wird gut sichtbar, dass auch hier in Neuseeland nicht immer alles im einklang der Natur gemacht wird. Riesige Flaechen und ganze Huegel werden hier abgeholzt.
In Havelock konnten wir den HW6 verlassen und auf den Queen Charlotte Drive abbiegen. Viele die wir getroffen haben, schwaermten von dieser Strecke, die bis nach Picton geht, wo wir ja auf den Zug verladen werden. Es ist eine Kuestenstrasse die an den Marlborough Sounds entlang fuehrt. Wunderbar gewunden und immer schoen auf und ab, mit einer einmaligen Kulisse der Sounds. Richtig zum geniessen und "aufsaugen"... Die Sounds muss man sich wie Fijorde in Norwegen vorstellen, einfach mit tropischem Klima und Sandstraenden.
Unser Endpunkt war Anakiwa ein kleiner Ort am Queen Charlotte Sound und gleichzeitig der Startpunkt des gleichnamigen Tracks. Diesen haben wir heute bewandert. Wir sind 4 Std. zu einer Bucht gelaufen und wurden dort von unserem Host, der ein eigenes Boot hat, wieder abgeholt. Er machte mit uns gleich noch eine Bootsrundfahrt und zeigte uns wirklich ge... Villen und Lodges im Sound.
In seiner Lodge koennen wir die letzten Tage so richtig geniessen und die Radreise nochmals revue passieren lassen. Dies natuerlich bei allerbesten und weltweit bekannten neuseelaendischen Marlborough Weinen... mhhhh
Ende der Velotour
Anakiwa - Picton
Fuer unsere letzte Etappe war nochmals Regen angesagt. Wir hofften natuerlich, dass es nicht so sein wird. Und wir hatten Glueck...! Morgens um 06.00 Uhr habe ich gehoert wie es regnet, kurze Zeit spaeter hoerte der Regen jedoch auf und es kam sogar die Sonne raus. Leider nur fuer kurze Zeit und schon nach dem Fruehstueck sah es wieder sehr nach Regen aus. Bis wir losfuhren blieb es jedoch trocken. Da wir nur eine kurze Strecke von ca. 25km zu fahren hatten, machte uns der Gedanke an Regen auch nicht viel aus. Waehrend der ganzen Fahrt, sahen wir in unserem Ruecken immer wieder wie es regnete, bei uns jedoch blieb es trocken. Das heisst, wir spruerten ab und zu verirrte Regentropfen, richtig zu regnen beging es erst, als wir schon in unserem Backpacker in Picton das Zimmer bezogen hatten. Die Fahrt nach Picton fuehrte auf dem Queen Charlotte Drive, eine wunderschoene Kuestenstrasse entlang. Am Anfang kommt man immer wieder ans Meer, bis dann die Strasse immer einiges oberhalb der Kueste entlang fuehrte. Fuer die letzten Kilometer war also nochmals einiges an auf und ab angesagt und unsere Muskeln durften nochmals so richtig arbeiten. Wenn man weiss, dass es die letzten Kilometer sind, mag man natuerlich auch so richtig in die Pedalen steigen...!
In Picton hatten wir dann erst mal fast einen Kulturschock. Da wir in Anakiwa in einer wunderschoenen, neuen Lodge wohnten, war das Backpacker eine Ernuechterung. Leider haben wir diese Nacht auch sehr schlecht geschlafen. Hier sind die Waende meistens sehr schlecht isoliert, so dass ich immer die Schnarcher vom Zimmer nebenan hoerte. In so einem Backpacker kommen natuerlich von allen Nationen die Menschen zusammen und meistens sind sie juenger als wir. Viele festen bis spaet in die Nacht hinein und kommen dann lautstark zurueck. Ruecksicht kennen sie nicht, oder wir werden einfach alt...;-)!
Heute geht es mit dem Zug nach Christchurch, wo wir morgen das Tandem abgeben und den Flieger Richtung Fidschi besteigen werden. Wir hoffen auf gutes Wetter und dass wir auch da Internetzugang haben.