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Woche 5 11.02.08 - 17.02.08

13.02.2008

Regen- und Ruhetage

 

Am Sonntag und Montag hingen wir in einem Backpacker in Greymouth fest. Es regnete 2 Tage sintflutartig. Diese zwei Tage nutzen wir um uns ein wenig zu erholen und gleichzeitig klaerten wir ab, wie wir weiter reisen wollten, da das Wetter nicht optimal aussah.

Es gab diverse Moeglichkeiten. Bus: Stellte sich heraus, dass die uns nicht mitnehmen mit dem Tandem (braucht zu viel Platz). Zug: Leider verkehrt nur eine Gueterzug. Cargo: Haben wir dann schlussendlich nicht genauer abgeklaert, da zu kompliziert. Uebrig blieb unser "geliebtes" Tandem. Es stellte sich dann zum Glueck auch heraus, dass man auf die Wetterberichte hier in Neuseeland nicht immer zuviel geben kann.

 

Wenn der Wind von der richtigen Seite blaest!!

 

Greymouth - Charlston

Das Wetter hat sich zum Glueck gebessert, so dass wir bei Sonnenschein losfahren konnten. Schon nach kurzer Zeit wussten wir, warum wir das Tandem als unser Fortbewegungsmittel ausgesucht haben. Was gibt es schoeneres, als mit dem Fahrrad an einer wunderschoenen Kueste entlangzufahren und die Gegend geniessen zu koennen? Wir haetten es bestimmt bereut, wenn wir mit dem Bus oder aehnliches gefahren waeren.

Die Kuestenstrasse geht immer auf und ab, aber immer so, dass wir nicht allzu sehr auf die "Stuempen" kamen. Etwa in der Haelfte der Strecke kamen wir an den Pancakerocks vorbei. Die sind ja schon eindruecklich, wenn man bedenkt, dass die nicht gebacken wurden, sondern von Natur her so entstanden sind. Dort haben wir endlich auch unseren ersten lebenden Kiwi gesehen. Eigentlich haben wir schon vorher auf der Strasse weit vorne einen verschwinden sehen, dachten aber es waere ein Huhn...;-))! Der Kiwi war sehr zutraulich, da er auch dachte, er bekomme etwas von unserem Lunch ab. Dem war nicht so...!

Die Westkueste ist mit ihren Steinformationen und "Wildheit" einfach wunderschoen. Wir konnten unseren Blick fast nicht davon abwenden. Zum Glueck hatten wir so starken Rueckenwind, dass wir zum Teil ueber eine laengere Strecke ueber 40km/h fuhren, ohne uns gross anzustrengen.

Uebernachtet haben wir in einem Oekobackpacker. Solarstrom, Bio - WC, Bio - Garten und Sunsetwalk...! Weit und breit war nichts, nur die Natur. Einen Zimmerschluessel gibt es da nicht, es verirrt sich sowieso kein Fremder dort hin.

Buller Gorge

 

Charlston - Murchison

Schweren Herzens nahmen wir abschied von der Abgeschiedenheit und der absoluten Ruhe und stiegen wieder auf unser Tandem. Sobald wir aber am Fahren waren, konnten wir es wieder richtig geniessen. On the road fuehlen wir uns doch am woehlsten, obwohl es heute strenger war als wir zuerst angenommen haben. Die "leichte" Steigung in etlichen Kilometern stellte sich als ein starkes und zum Teil steiles auf und ab heraus. Doch die einmalige Landschaft entschaedigte uns immer wieder fuer die Anstrengung und bestaetigt uns, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben Neuseeland mit dem Tandem zu erobern.

Fast am Ende unserer heutigen Etappe kamen wir an der laengsten Haengebruecke von Neuseeland vorbei. Sie ist 110m lang und schwingt ganz schoen, wenn man darueber laeuft. In Murchison mussten wir dann erstmal eine Unterkunft suchen. Anscheinend ist in diesem kleinen Nest der Teufel los, denn die meisten Motels hatten keinen Platz mehr frei und das Backpacker war nicht so ganz, was wir uns vorgestellt hatten. Gefunden haben wir ein historisches Hotel, wo wir bestimmt fast so gut wie letzte Nacht schlafen werden.

15.02.2008

Dem schlechten Wetter davongefahren...

 

Murchison -  Motueka

Schon am Morgen als wir aufgestanden sind, versprach das Wetter nichts gutes. Der Himmel war wolkenverhangen und in der Ferne sah es stark nach Regen aus. Wir wollten jedoch umbedingt an die Nordkueste (Tasmanische See). Das hiess, dass wir einen langen Tag vor uns hatten und etwas auf das Wetter angewiesen waren. 140km sollten es werden, wobei es am Anfang 60km immer leicht bergauf ging. Als wir den Hopesattel erreicht hatten, wussten wir, dass es von nun an eher nur noch bergab ging. Die Abfahrt war lange und schoen, so dass sie uns von den Anstrengungen entschaedigte. Waehrend der ganzen Strecke sahen wir es immer wieder um uns herum regnen. Entweder wie auf dem Hopesattel, dass es hinter uns stark regnete oder spaeter, als wir ueber die frisch verregnete, klitschnasse Strasse fuhren. Wir selber hatten nur wenig Regen abbekommen, so dass es sich fast nicht lohnte die Regenkleider anzuziehen.

Auf einer Bienenfarm machten wir halt und assen unser Mittagessen. Dort gab es dann zum Dessert eine feine selbstgemachte Glace, mmhhhh...!

Kurz vor Motueka kam dann unsere Streckenkrise. Wir hatten schon ueber 100km in den Beinen und das Meer wollte einfach nicht kommen. Wir fuhren gerade an einer Birnenplantage vorbei, als die Rettung kam. An einem Stand wurden die besten Birnen die wir je hatten verkauft. Wir haben fuer weniger als 2.- 2kg der besten Birnen gekauft und koennen sie somit immer noch geniessen.

Uebrigens verfolgten uns seit Murchisons einige Oldtimer (ca. 1880 - 1910), die hier auf einer Rundreise sind. Wir haben sie immer wieder getroffen. Leider konnten wir noch kein Foto von ihnen machen. Wir sind nun an der Tasmansee und haben unser eigenes kleines Haus, keine 50m vom Meer entfernt. Die Fuesse waren schon im Meer, fuer mehr hat unsere Energie nicht mehr gereicht. Das Wasser ist ca. 20 Grad warm...!

Von nun an geht unsere Reise etwas ruhiger weiter, wir werden nicht mehr solch lange Etappen radeln. Vermehrt steht nun auch der Beach auf dem Programm.