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Peter knackt am Bike Masters beinahe die 5 Std. Marke.

 

Peter & Caro bezwingen den Alpinathlon in St.Moritz.

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Woche 4 04.02.08 - 10.02.08

04.02.2008

2 Seen 1 Nacken

 

Wanaka - Makarora

Von Wanaka aus fuhren wir erst zum Lake Hawea. Die Strasse fuehrte wunderschoen am See entlang, immer leicht goupiert. Den Gegenwind spuerten wir fast nicht. Er war da, aber nicht allzu stark. Ueber den Nacken (the neck) fuehrte die Strasse retour an den Lake Wanaka, nur einige hundert Meter voneinander entfernt. Der Lake Wanaka liegt ca. 70m tiefer, so dass wir eigentlich schoen hinunter fahren konnten. Betonung auf eigentlich, denn irgendwie hat sich der Wind immer in unsere Richtung gedreht, egal wie die Strasse verlief...! Am Lake Wanaka angekommen, blies der Wind in einer Staerke, bei der jeder Windsurfer ein Herzpopern bekommen wuerde. Wir waren froh, dass wir uns auf dem Tandem halten konnten. Peter sagte noch am Morgen, dass wird eine easy Tour, nur 65km und das fast flach. Von der easy Tour merkten wir dann nichts mehr. Wir fuhren ca. 20km voll im Wind. Da werden 20km zu 100km. In Makarora waren wir leider zu muede um den Bushwalk zu machen, konnten aber die Stille voll geniessen in unserem eigenen Cottage.

 

Westkueste

 

Makarora - Haast

Am naechsten Morgen war der Himmel voll verhangen und wir mussten mit Regen rechnen. Guten Mutes, wenig davon abzukriegen, fuhren wir in Makarora los in Richtung Haastpass. Schon bald mussten wir einen kurzen Halt einschalten, da es wirklich zu regnen begann. Es war eigentlich mehr ein Nieseln, aber doch so stark, dass wir nass wurden. Der Haast - Pass ist auch die natuerliche Wasserscheide von West nach Ost, das heisst, die Wolken entladen sich auf der Westseite, womit es dort viel feuchter ist als auf der uebrigen Insel. Auf der Ostseite ist der Wald wie bei uns, kommt man aber ueber den Pass, hat man Regenwald und eine Luftfeuchtigkeit wie in den Tropen. Es ist extrem eindruecklich, dass in nur einigen Kilometern Abstand so ein Unterschied herrscht.

In rasender Abfahrt (mit geschlossenen Augen von Caro) ging es runter an die Westkueste. Einen Stop konnten wir fast nicht einlegen, da die Westkueste von Sandfliegen beherrscht wird. Kaum steht man still, fressen sie einem fast auf...!

In Haast wollten wir eigentlich diesen Bericht schreiben, nur leider hat das Internet nur fuer einen Bericht funktioniert. Dort ist man wirklich am Ende der Welt, fuer frisches Brot muss man zum Teil einige Tage warten und kann nur Tostbrot essen...!

Das Meer haben wir bis zu diesem Zeitpunkt nur ganz wenig von weitem gesehen (der Strich am Horizont deutete auf das Meer hin).

06.02.2008

Radeln in den Tropen

 

Haast - Lake Paringa

Kaum sind wir in Haast losgefahren, haben wir endlich das Meer naeher gesehen. Die Strecke fuehrte erst immer noch durch den Regenwald und wir kamen uns vor, als ob wir in einem anderen Land auf Reisen waeren. Endlich kam ein Abzweiger der auf ein Aussichtspunkt zum Meer hindeutete. Das mussten wir natuerlich sehen. Am Aussichtspunkt angekommen wurde das Tandem hingelegt und auf den Strand hinausgelaufen. Caro musste natuerlich sofort zum Wasser hinunter und die Haende ins Wasser halten. Das Wasser ist nicht sonderlich kalt, laed aber trotzdem nicht zum Baden ein. Peter fliehte inzwischen vor den Sandfliegen. Die rochen unser frisches Blut und stuerzten sich nach wenigen Minuten foermlich auf uns. So wurde aus diesem Halt wieder einmal nur ein kurzer stop, der sich jedoch gelohnt hat. Diese Etappe war nur kurz, da wir nicht die ganze Strecke bis Fox Glaciers an einem Tag zuruecklegen wollten. Wir hatten eine Nacht in der Lake Paringa Lodge gebucht. Zuerst kamen wir aber noch am Lake Moeraki vorbei und an jener Lodge. Dies sah so wunderschoen und friedlich aus, so dass wir uns so richtig auf Lake Paringa freuten. Beim Lake Paringa hiess es, dass die Lodge ca. 2km noerdlich liege. Nach nur ca. 500m - 1km kam ein Motel, dass von aussen nicht allzu einladend aussah. So fuhren wir weiter, da wir sicher waren, dass unsere Lodge erst noch kommen wuerde. Nach 3km mussten wir uns dann eingestehen, dass dies wohl doch unsere Lodge war und wir kehrten um. Das Zimmer war dann jedoch sehr geraeumig und sauber und wir konnten unseren Aufenthalt geniessen. Da es weit und breit kein Restaurant vorhanden war, mussten wir das Essen von Haast mitschleppen. Am Abend gab es somit wieder mal eine feine selbstgemachte Pasta, mmmhhh....!

 

Meer, Regenwald, Berge und Gletscher

 

Lake Paringa - Fox Glacier

Heute gings im Morgennebel los von Lake Paringa. Noch etwas kuehl aber so richtig frisch zum losfahren. 70km lagen vor uns bis zum Fox Glacier. Wieder gings durch Regenwald und schon bald ans Meer. Kaum am Meer, ein "Geschrei" hinter mir:"Delphine, Delphine...". Klar mussten wir anhalten und schauen. Eine ganzer Schwarm war nicht weit vom Strand zu sehen. Aber auch diesesmal mussten wir schlussendlich vor den Sandfliegen kapitulieren und weiter.

Weiter gings mit einem auf und ab Richtung Landesinnere. Abwechselnd mal im Regenwald mal auf offenen Flaechen und ploetzlich waren auch die Southern Alps sichtbar. Am imposantesten natuerlich der Mt.Cook. Wir kamen sehr zuegig vorwaerts, so dass wir schon kurz nach Mittag in Fox Glacier waren. Hier werden wir morgen den Gletscher erkunden. Ebenfall solls zum Lake Matheson gehen. Eigentlich ist es ja unser "Ruhetag", aber einfach nur rumliegen??

Wir treffen immer andere Radler unterwegs. Momentan sind es 2 Hollaender und 2 Deutsche, die auf der selben Strecke unterwegs sind. Natuerlich nicht mit dem Tandem...

09.02.2008

Ruhetag...

 

Nach 5 Tagen radeln war wieder mal ein Ruhetag angesagt. Wie oben angekuendigt haben wir den Fox Gletscher besichtigt. Eine gefuehrte Tour wollten wir nicht machen, also sind wir mit dem Tandem auf dem Gletscher rumgefahren (Hier hats naemlich Strassen auf den Gletschern... ;-))

Der Fox Gletscher hat beeindruckende Ausmasse (13.5km lang). Er ist einer der wenigen Gletscher der momentan am wachsen ist (40cm pro Tag!!!). Wir haben einen kleinen Track gemacht und sind bis an die Gletscherzunge ran.

Den geplanten Besuch des Lake Matheson haben wir nach einem akuten Muedigkeitsanfall dann leider streichen muessen. Dafuer gabs am Abend ein feines Nachtessen mit den beiden hollaendischen Radlern.

 

Der naechste Gletscher

 

Fox Glacier - Hari Hari

Da der Wetterbericht schlechtes Wetter fuer das Wochenende vorausgesagt hat, haben wir entschlossen weiter zu fahren. Wir wollten so weit nach Norden kommen, wie es fuer uns in 2 Tagen moeglich war. Als erstes mussten wir 3 kurze aber deftige Steigungen in Angriff nehmen, die zwischen Fox und Franz Josef lagen. In Franz Josef angekommen, erwartete uns der naechste Gletscher, der bis in die Regenwaldvegetation hinunter reicht. Auch er ist einer der Gletscher der am wachsen ist (70cm/Tag). Wir sind auf dieser Tour sehr gut vorangekommen und haben uns ueberlegt, gleich noch einige Kilometer anzuhaengen. Beim Mittagsrast konnten wir ein kleines Maorimuseum bestaunen. Die ganze Strecke war sehr abwechslungsreich. In Hari Hari mussten wir uns dann entgueltig entscheiden, ob wir noch einige Kilometer anhaengen oder ob wir dort uebernachten wollten. Wir entschlossen uns beim Anblick von 12 suessen kleinen Entlein die Tour hier zu beenden und den Abend zu geniessen.

 

Geplant ist nicht gleich ausgefuehrt...

 

Hari Hari - Greymouth

Eigentlich sind wir mit dem Gedanken gestartet bis Hokitika zu radeln. Hokitika liegt ca. 75km noerdlich von Hari Hari. Dies waere nach der gestrigen ueber 90km langen Etappe gerade richtig gewesen. Es kam jedoch anders, dazu spaeter.

Erst moechten wir euch vom schraegsten Restaurant in ganz Neuseeland schreiben.

Das Restaurant hat als Aushaengeschild eine rieeeesige Sandfliege. Im Restaurand gibt es Opossum - Pie zu essen. Zu den Menues steht zum Beispiel:"direkt von der Strasse auf den Teller" oder aehnlich. Sehr speziell, aber witzig! Da kann man vor lauter staunen und lachen schnell eine halbe Stunde verbringen.

Danach kam die Route endlich wieder so nah ans Meer heran, dass wir es sehen konnten. Kurz vor Hokitika gibt es eine lange Gerade, die leider etwas zu weit vom Meer entfernt ist, als dass wir es sehen konnten. Fuer die Psyche war dies wieder mal ein Haertetest. In der Ferne konnten wir die Autos am Horizont verschwinden sehen. Zum Glueck war das Ganze nach ca. 12km vorbei. In Hokitika angekommen wollten wir uns eine schoene Bleibe fuer die Nacht suchen. Caro ging dafuer ins Infocenter und fragte auch gleich nach dem Zug, der nach Westport fahren sollte. Die Geleise hatten wir schon lange ueberquert und in unserem Fuehrer stand, dass 1x/Tag der Zug faehrt. Da schlechtes Wetter fuer morgen angesagt ist, wollten wir ev. die fast 150km nach Westport mit dem Zug und so auch einen Tag fuer im Norden einsparen. Die im Infocenter haben mich schoen bloede angeschaut und fragten, welcher Zug? Ich weiss nicht genau wie bloede wir uns gegenseitig angestarrt haben, aber es musst witzig ausgeschaut haben. Nun ist es so, wie fast ueberall auf der Suedinsel, die Geleise leigen noch, es faehrt aber schon lange kein Zug mehr...!

Da war guter Rat teuer und wir beschlossen kurzerhand die 40km bis nach Greymouth noch anzuhaengen. Gesagt getan und so sind wir nun hier in einem der wohl besten Backpacker (ueber 90% Rating) und geniessen die 13'000 Einwohner Stadt. Vom Regen ist uebrigens bis jetzt noch nichts zu sehen, morgen solls dann richtig los gehen. Was wir dann machen werden ist noch offen, ihr werdet es erfahren.