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Woche 3 28.01 - 03.02.08

30.01.2008

Schotterpiste beendet

 

Ranfarly - Alexandra

Am Montag haben wir den 2. Teil des Rail - Trails in Angriff genommen. Die ganze Strecke war eine Schotterpiste und zum Teil war sehr starker Wind. Die Strecke an und fuer sich war sehr schoen, nur wollte sie irgendwann nicht mehr aufhoeren. Bis ca. 20 km vor Alexandra hatten wir zum Teil sehr starken Gegenwind, so dass es uns fast ab dem Trail gablasen hat. Da waren unsere Mukis gefragt. Gegen Ende der Strecke machte der Trail eine grosse Wende und so konnten wir ca. 15 km mit Rueckenwind in Alexandra hinein racen. Das haben wir uns schwer verdient. Der Trail fuehrt durch eine wunderschoene Schlucht mit Bruecken und Tunnels. Das einzige Licht war unsere Pezzel, die nicht wirklich hell gab. Fast ein bisschen wie auf einer Geisterbahn. Zum Glueck ohne Geister...! In Alexandra (kleiner herzlicher Ort) fanden wir ein schoenes nigelnagelneues Homestay mit einer wirklich netten und fuehrsorglichen "Mutter". Sie gab uns einige Tips und umsorgte uns fast wie eigene Kinder.

 

Up and down

 

Alexandra - Queenstown

Von Alexandra starteten wir unsere letzte Etappe bis zur naechsten Pause. Als erstes mussten wir gleich zu einem Staudamm hinauf strampeln. Der Aufstieg so "frueh" am Morgen war schon etwas happig, wie immer aber nicht allzu lange. Oben angekommen konnten wir dem Stausee entlang die Gegend geniessen und waren so auch schnell in Cromwall. Dort gibt es viele feine frische Fruechte, mmhhh...! Von Cromwall aus bis nach Queenstown war es dann ein staendiges auf und ab. Die kleinen Steigungen waren eigentlich gut zu machen, nie lange und immer wieder schoene Abfahrten, wo wir unser Hinterteil entlasten konnten. Unterwegs konnten wir die Bungeejumper beobachten, von einer Bruecke, jedoch nur gerade 43m. Wer wird denn nur 43m Bungeejumpen? Sicher nicht Peter... (Wink zu Katj, Marco, Noldi, Christian)! Sein Kommentar: "das ist ja fuer Anfaenger". Caros Hinterteil haben wir uebrigens ueberlistet...(na wie wohl? das ist hier die Frage, ratet mal schoen)! Mit der Zeit fingen die ab and downs an zu zehren, da wir ja einen Tag vorher ca. 70km im Wind gehangen hatten, waren usere Beine schon stark vorbelastet. Nichts desto trotz haben wir die Strecke natuerlich gemeistert, nur wie. In Queenstown angekommen konnten wir fast nicht mehr denken, so k.o. waren wir.

Hier in Queenstown werden wir nun fuer einige Tage bleiben. Es gibt ja soooo vieles zu sehen und natuerlich auch zu machen und unsere Koerper brauchen wieder mal Erholung...!

 

 

Die Qual der Wahl

 

Ja, die Qual der Wahl hat man in Queenstown, alles ist moeglich. Wir sind den ganzen Tag unterwegs und ueberlegen uns, was wir hier alles anstellen koennen. Das groesste Problem sind die vielen Anbieter. Fuer eine Aktivitaet hat es bestimmt 5 - 10 Anbieter und fast alles ist gleich. Da ist gute Beratung angesagt. Nur in welchem Informationszentrum? Davon hat es ja auch gleich 4 an einer Strassenkreuzung...!

Fuer heute haben wir uns was ganz luxurioeses gegoennt, wir haben beide eine Sportmassage fuer unsere Beine gebucht. Aaah, freuen sich unsere Beine darauf...! Fuer morgen haben wir dann eine der groessten Sehenswuerdigkeiten Neuseelands gebucht, Milford Sound! Das Wetter sollte eigentlich auch mitspielen, aber so wie wir das bis jetzt erfahren haben, wechselt das Wetter hier sehr schnell und unvorsehbar. Vielleicht haben wir ja Glueck...!

Was wir sonst noch anstellen werden, werdet ihr bestimmt noch erfahren. Fuer heute ist nur noch relaxing vorgesehen. Und natuerlich fein essen...!

31.01.2008

Milford Sound

 

Heute haben wir den Ausflug nach Milford Sound mit dem Bus aus Queenstown gebucht. Der Grund dafuer ist, dass die Strasse nach Milford Sound eine Sackgasse ist und die Strecke Te Anau - Milford Sound alleine 120km betraegt. Auf dieser Strecke gibt es fuer uns keine Uebernachtungsmoeglichkeiten, da wir auf eine feste Unterkunft angewiesen sind. Zelten kann man an verschiedenen Stellen.... Die Busfahrt nach Milford Sound von Queenstown aus dauert geschlagene 4 Stunden. Am Morgen haben wir natuerlich die halbe Strecke verschlafen, was die Fahrt etwas verkuerzte. Zusaetzlich haben wir eine BBQ Tour gebucht, das heisst, wir haben Lunch bekommen. Wie es hier in Neuseeland ueblich ist, ist der Buschauffeur gleich auch der Reiseleiter und er erklaert einem fortlaufend, was zu sehen ist. Es werden auch immer wieder Fotostops eingelegt. Auf der Rueckfahrt sind wir mit nur einem Halt bis Queenstown durchgefahren.

Nun zum Milford Sound...!

Schon eindruecklich, wie das Meer sich zwischen den Bergen hindurchschlaengelt. Wir hatten eine fast 2 Stuendige Bootsfahrt auf dem Fiord. Eindruecklich fanden wir vor allem, als wir auf dem "offenen" Meer kehrt machten und wieder in den Sound hineinfuhren. Da wurde uns erst recht bewusst, welche Ausmasse er hat. Im Hintergrund sahen wir vom Boot aus die Gletscher, wo gibts denn so was...?

Am liebsten haetten wir natuerlich eine 2 - 3 taegigen Treck gemacht um alles viel intensiver zu erleben. So wie wir es jeweils auf dem Velo tun. Doch dazu muessten wir nochmals unbezahlten Urlaub beantragen ;-))! Fuer alles haben wir schlichtweg nicht die Zeit.

Wir bleiben noch bis Samstag in Queenstown. Leider ist fuer morgen starker Regen angesagt, mal schauen, was wir da anstellen. Danach geht es weiter an die Westkueste.

02.02.2008

1000 km...

 

Queenstown - Wanaka

Gestern war das Wetter wirklich schlecht, so dass wir nur faul rumgelegen haben. Leider konnten wir auch keine der verrueckten Sachen machen, die Queenstown anbietet. So sind wir heute morgen in Richtung Wanaka losgeradelt. Die allgemeine Richtung ist jetzt Westkueste. Bis wir da sind, brauchen wir 3 Tage.

Heute Morgen sah das Wetter zum Glueck wieder freundlich aus und wir konnten ohne Bedenken losfahren. Die ersten 20km waren relativ flach, so dass wir uns gut einfahren konnten. Das brauchten wir auch. Danach ging es erst mal fuer 12km bergauf. Am Anfang waren es schoene Serpentinen, so wie wir sie aus der Schweiz kennen. Nach einem kurzen flachen Stueck kam dann der Neuseelandaufstieg. Keine Serpentinen mehr, sondern einfach bergauf. Da mussten wir schon zuenftig in die Pedalen treten, damit wir nicht vom Tandem fielen. Das Ziel war die hoechste Passstrasse in Neuseeland. Sie geht bis 1080m hoch, aber man bedenke, meistens startet man auf 300m oder Meereshoehe. Die Aussicht war auf jedenfall genial, nur mussten wir uns auf die Strasse konzentrieren. Was dann kam, war natuerlich unser schwer verdienter Lohn. 40km Abfahrt!!! Genial, nur am Anfang etwas steil, danach konnten wir so richtig rollen und geniessen.

Unterwegs haben wir in einem historischen Hotel in Cardrona eingekehrt. Mmmhhhh.... gibt es da feine Apple - Pie. Das Hotel ist fast wie ein Museum aus der Goldgraeberzeit.

Nun sind wir in Wanaka und geniessen die Sonne und den See. Ein schoener kleiner Ort, der zum verweilen einlaed. Wir wuerden Wanaka Queenstown klar vorziehen. Leider muessen wir aber morgen schon wieder weiter, da wir die naechsten 2 Uebernachtungen schon vorreserviert haben und ein super Hoch kommen soll, dass uns sogar an der Westkueste (250 Regentage / Jahr) Sonnenschein verspricht.

Die ersten 1000km sind somit absolviert, einige werden noch dazu kommen... ;-)