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Peter knackt am Bike Masters beinahe die 5 Std. Marke.

 

Peter & Caro bezwingen den Alpinathlon in St.Moritz.

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Woche 1 12.01.08 - 20.01.08

15.01.2008

Nun hat sie begonnen, unsere Reise...!

 

Der Flug ueber Hong Kong, Auckland nach Christchurch ist soweit gut gegangen. Da wir immer nur knapp 2 Stunden zum Umsteigen hatten und irgendwie die Fluege immer etwas Verspaetung hatten, stressten wir schon in Hong Kong zu unserem neuen Gate. Nur gerade 45 min hatten wir Zeit. Der Flug von Hong Kong hatte aber beim Abflug schon fast 2 h Verspaetung, so dass wir auf einmal genuegend Zeit hatten. Nur leider fehlte uns diese anschliessend in Auckland. Wir landeten in Auckland, als unser Flug nach Christchurch startete. Zum Glueck hatte es eine gute Crew an Bord, die uns gleich noch in den Lueften den Flug umbuchte und wir somit wieder alle Zeit der Welt hatten.

Schlussendlich waren wir um 18.00 Uhr in unserem Hotel gut angekommen.

Am Abend spatzierten wir noch etwas in Christchurch umher und suchten das erste mal unseren Bikeshop auf. Der war natuerlich geschlossen, aber wenigstens wussten wir nun, wo wir am Morgen hin mussten.

Um 22.00 Uhr fielen wir todmuede in unser schmales Bett und schliefen erstaundlich gut bis am Morgen um 08.00 Uhr.

 

 

Unser Tandem...?!

 

Heute morgen war es dann soweit und wir konnten unser blaues Cannondale Tandem im Shop abholen. Peter hatte nur einen kurzen Blick darauf geworfen und sein Kommentar war:"yes, es hat eine Scheibenbremse!". Mein Blick ging auf die Taschen, uff, sie sehen neu aus, alles tip top (aber hat alles in den kleinen Dingern platz?)! Nun mussten wir nur noch drauf sitzen und treten. Die Guides schauten schon etwas verwundert, nachdem sie feststellten, dass wir noch nie ein Tandem von Nahem gesehen haben. Sie gaben uns noch gute Tipps, wie man losfaehrt und absteigt u.s.w..

Nachdem unsere eigenen Saettel (ueber den Sattel von Caro musste er schmunzeln, so ein Ding mit einer Spalte in der Mitte hat er wohl noch nie gesehen) und Pedalen montiert waren, machten wir uns auf den ersten Testride. Bis zum ersten Abbiegen ging alles gut, nur warum sind denn auf einmal Pfeile in unsere Richtung auf dem Boden? Peter wurde leicht nervoes und es musste sofort ein U-Turn her. Caro kringelte sich fast vor lachen und fuhr in die andere Richtung (kleiner Witz!). Das mit dem Linksverkehr macht uns schon noch etwas Sorgen, aber auch das bekommen wir noch hin.

In der Zwischenzeit ist alles organisiert (Maps, Food, Lenkertasche, Ersatzschlauch und Rucksackeinstellen) und wir koennnen kaum erwarten, bis wir Stunden auf unserem Tandem on the Road sind.

 

p.s. habt ihr gewusst, dass ein gewoehnlicher Trinkbidon mit Werbung drauf (Wink zu Beat) zwischen 8 und 13 Franken kosten kann?

 

18.01.2008

Die erste Tagestour

 

Christchurch - Mt. Hutt

nun endlich war es so weit und wir konnten unsere Tour beginnen. Erst mussten wir aber noch in Christchurch etwas zu Essen kaufen und dann gings los. Zuerst gerade auf der befahrensten Route von der Suedinsel. Zum Glueck konnten wir die schon bald verlassen und eine etwas ruhigere Strasse nehmen.

Kaum waren wir aus Christchurch raus und haben den ersten Halt gemacht, ist Peter aufgefallen, dass bei unserem Bike der Gummi sich vom Vorderrad loeste. Super, noch keine 50km gefahren und schon brauchten wir einen neuen Mantel (den wir natuerlich nicht mit dabei hatten). Die vom Shop werden in 6 Wochen was hoeren. Zum Glueck laesst Peter sich von so etwas nicht aus der Ruhe bringen. So kauften wir an einer Tankstelle ein Isolierband und klebten den Gummi einfach wieder an.

Nach etwa 70km haben wir ein anderes Tandem getroffen. Ein aelteres Ehepaar aus England ist fuer 2 Monate in Neuseeland unterwegs. Davor waren sie schon 1 Monat in Australien am radeln. Vor denen hatten wir grossen Respekt. Wenn wir mit fast 70 Jahren noch so fit sind...!

Leider war es an diesem Tag sehr heiss. Wir hatten im Schatten 31Grad und der Schatten war super spaerlich. Irgendwann hatten wir fast nichts mehr zu trinken und waren so k.o., dass wir nur noch eine Dusche und ein Bett wollten. Das Gewicht von unserem Gepaeck hatten wir ehrlich gesagt schon etwas unterschaetzt...!

Zum Glueck sind die Neuseelaender so freundlich und hilfsbereit. An einem Tankstellenshop hat uns der Typ kurz in einer Lodge angerufen und gefragt, ob sie noch ein Zimmer frei haben, einfach so und wuenschte uns noch eine gute Reise.

Die Lodge war an einem wunderschoenen Ort, leicht oberhalb von einem Fluss. Uns kam es vor wie das Paradies. Auch das Essen war hervorragend, ich glaube wir hatten noch nie einen soooo feinen Fisch...! ;-))

 

 

Und weiter ging es 87km bis Geraldine

 

Mt. Hutt - Geraldine

Von unserer kleinen paradisischen Lodge konnten wir die Strasse sehen, die wir am Tag 2 erklimmen mussten. Von Weitem sah es so aus, als ob die Strasse fast ueberhaengend ist. Zum Glueck stellte sich heraus, dass sie noch knapp mit dem Tandem befahrbar war. Aber ehrlich gesagt, wir kamen ordentlich ins Schwitzen. Zum Glueck war der Aufstieg nicht lange...!

Danach war die Fahrt bis Geraldine nicht allzu aufregend. Was an dieser Tour gut war, wir hatten zum Teil starken Rueckenwind, so dass wir in dem Moment einen 32km/h Schnitt hinlegen konnten. Nur war der Wind recht unkonstant, so dass er gerne auch einmal von rechts bis vorne blasen konnte. Da war es natuerlich aus mit unseren 32km/h. Das Schlimmste an dieser Tour war aber die 20km einfach nur gerade aus. Peter hat fast den Koller bekommen. Er hat also fast eine Stunde lang immer nur die Strasse am Horizont verschwinden sehen. Da hatte ich es etwas einfacher, da ich einen auf "Hans guck in die Luft" machen konnte.

Das mit der Manicure funktioniert aber trotzdem nicht. Ich muss hinten auf dem Tandem leider auch arbeiten, sonst waeren wir immer noch in Christchurch.

In Geraldine haben wir dann in einem alten Hospital uebernachtet. Es wurde vor 3 Jahren in ein Backpacker umgewandelt, aber die Behindertendusche gibt es immer noch wie bei uns im Spital. Da konnten wir grinsen...!

 

 

Der erste Regen

 

Geraldine - Fairlie

Heute ging es dann in Geraldine los mit leider schlechtem Wetter. Wir brauchten beide eine doppelte Motivationsspritze um ueberhaupt los zu radeln. Irgendwie macht es nicht gleichviel Spass, wenns regnet und langsam merken wir unsere Beine und von unserem Hinterteil werde ich erst gar nicht beginnen...;-)! Peter konnte mich aber motivieren und so fuhren wir zum ersten mal etwas in die "Berge". Die Strecke von Geraldine nach Fairlie ist zwar kurz (ca. 46km), aber schoen goupiert und Landschaftlich abwechslungsreich. Das Wetter besserte sich auch von Stunde zu Stunde und in Fairlie hat sogar die Sonne zwischen den Wolken hervorgeschaut. Wir sind ja sonst schon eine Attraktion mit unserem Tandem, aber noch in Regenklamotten und alles in Regenschuetze eingepackt...!

Hier in Fairlie haben wir uns in einem Motorcamp breit gemacht und fuer morgen haben wir schon ein Backpacker in Lake Tekapo reserviert.

Peter konnte in Ruhe den neuen Pneu, den wir noch heute morgen in Geraldine gekauft haben, montieren und wir haben wieder mal so richtig Energie zum Schreiben und den Ort anschauen.

 

19.01.2008

Erster Pass

 

Fairlie - Lake Tekapo

Nach einem reichhaltigen Fruehstueck (Pancake und Muesli) starteten wir heute in Fairlie. Wir merkten sofort, dass die Beine langsam schwer sind und vom Ar... fangen wir erst gar nicht an. Nuetzt die Sitzcreme ueberhaupt etwas?

Heute haben wir wieder das schoenste Wetter. Dies ist umso wichtiger, je mehr wir nun die Berge kommen. Heute sollte ja der erste Pass kommen (Burkes). Die Szenerie aenderte sich schnell und es wurde huegeliger aber sehr karg und trocken. Was jedoch immer bleibt sind die Schafe (hey Luk das waere dein Paradies, du als Schafliebhaber...).

Der Pass ist dann kurz erzaehlt. Ein etwas ruppiger Aufstieg von 1 km und das wars dann auch schon. Die Definition Pass erfaehrt hier eine neue Bedeutung. Danach gings runter an den "Lake Tekapo". Hier tat sich uns dann eine wunderschoene Szenerie auf mit dem Blick auf die "Southern Alps" mit Mt.Cook und natuerlich dem See mit seinem gruenlichen klaren Wasser.

Hier in Lake Tekapo werden wir 2 Tage bleiben und morgen einen Ausflug zum Mt.Cook machen und dort ein kleines Trekking. Da es Sonntag ist und schoenstes Wetter werden wir sicher nicht die einzigen sein... Aber man kann sich die Tage nicht immer aussuchen und die Fahrt nach Mt.Cook und zurueck waeren 110km gewesen. Alle die wir getroffen haben, haben uns abgeraten.

 

Endlich gibt es Fotos. Wir haben einen Internet-Zugang gefunden bei dem es moeglich ist.

20.01.2008

Erster Ruhetag

 

Endlich war es soweit und wir konnten uns auf unseren ersten Ruhetag freuen. Natuerlich gingen wir gleich an die Reception und buchten einen Bustripp zum Mt. Cook. Dort wollten wir etwas die Gegend anschauen und einfach geniessen.

Wie ihr uns alle kennt, koennt ihr euch vorstellen, wie dies herauskam. Kaum in Mt. Cook angekommen, schauten wir nach, was fuer ein Track in einem Tag gemacht werden kann. Wir fanden dann einen schoenen, den man gut in 4 - 5 Stunden machen konnte. Easy...! Nur die Steiners, die koennen ja nicht normal laufen...! Wir waren in 3.5 Stunden wieder zurueck und natuerlich hatten unsere Beine nicht wirklich einen Ruhetag, dazu kam, dass es 35 Grad war und kaum Schatten hatte. Na ja, irgendwann kommt dann vielleicht dochmal einer. Erstmal war das ein Ruhetag fuer unser Sitzleder...!

Das Groesste waren die Japanexpeditionen. Unglaublich, wie die einen Track in 35 Grad hitze machen. Entweder sie sind mit langen Aermeln und Handschuhe unterwegs, oder sie schwingen ihr Sonnenschirmchen ueber Stock und Stein...!

Zum Abendessen goennten wir uns einen seltenen Luxus: Spaghetti alla Carolina, mmhhhh...! Al Dente Spaghetti sind einfach nicht zu verachten. Die Tomatensauce liess aber zu wuenschen uebrig, da hier alles mega stark gesuesst ist. War eine ganz spezielle Sauce...! ;-)

 

Hier noch einige Eindruecke von unserer "Expedition" zum Mt. Cook und seinen vielen Gletschern...